|
Kodak stellt Insolvenzantrag - Eine Milliarde Dollar für Fortführung
Kodak hat nun doch einen Insolvenzantrag gestellt. Bereits seit Monaten wurde über eine Kodak-Insolvenz spekuliert. Erste konkrete Hinweise gab es schon im Oktober. Eine Serie von Verlustjahren hatte die Bargeldreserven angegriffen. Das rund 130 Jahre alte Unternehmen hatte selbst gewarnt, dass ohne neue Mittel binnen zwölf Monaten das Aus kommen könnte. Kodak sucht jetzt Schutz vor den Forderungen seiner Gläubiger nach Kapitel elf des US-Insolvenzrechts.
Das Unternehmen wolle während des Insolvenzverfahrens weiterarbeiten, hieß es in der Mitteilung am Donnerstag. Dafür sei eine Finanzierung von fast einer Milliarde Dollar vereinbart worden, die von der Großbank Citigroup zur Verfügung gestellt werden soll. In den USA ist es nicht ungewöhnlich, dass sich Konzerne mit Hilfe des Gläubigerschutzes sanieren Kodak setzte vor allem darauf, ein Paket aus rund 1100 Patenten zu verkaufen, um sich das dringend benötigte frische Geld zu besorgen. Ein Deal kam jedoch trotz monatelanger Gespräche nicht zustande. Zuletzt griff Kodak mit einer Serie von Patentklagen um sich. Nach Einschätzung von Experten versuchte Kodak mit den Klagen, potenziellen Kaufinteressenten die Schlagkraft seines Patent-Portfolios zu demonstrieren. Welche Konsequenzen die Insolvenz auf das grafische Geschäft haben werde, darüber mehr in der neuen Ausgabe von X-media.
|