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Konica Minolta Deutschland schasst Österreicher Johannes Bischof: Zu wenig Transformation, mangelnde Konsensfähigkeit
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Knall auf Fall trennt sich Konica Minolta von seinem Deutschland-Chef, dem Österreicher Johannes Bischof. Laut Mitteilung des Unternehmens vom 11. November scheidet er aus der Geschäftsführung von Konica Minolta Business Solutions in Deutschland und Österreich aus, er wurde mit wurde „mit sofortiger Wirkung“ aller seiner Ämter entbunden. Im folgt Joerg Hartmann, der seit einem Jahr als Chief Operations Officer (COO) für das Unternehmen tätig ist.
Die Art und Weise verwundert. Keine Rede von einvernehmlichen Lösung, kein Dank für langjähriges Engagement. Dabei war Bischof seit Mai 2000 im Dienst des japanischen Konzerns und leitete die österreichische Dependance. Er baute er das Händlergeschäft auf und gehörte seit 2012 auch der Geschäftsleitung der deutschen Landesgesellschaft an, Mitte 2013 übernahm er den Geschäftsführerposten von Günther Schnitzler, der sich nach 33 Jahren in den Ruhestand zurückzog.
Wie X-media auf Nachfrage zu hören bekam, warf man Bischof den nur schlepende Umbau vom Druckerhersteller zum Service Provider vor. Die von Japan verlangte Transformation schleppte sich schon über eine Dekade hin. Dabei sah es 2013 vielversprechend aus, als der Konzern europaweit auf Einkaufstour ging und unter anderem das Eigentümer geführte Systemhaus Raber + Märcker übernahm. Damals sprachen die Akteure von einer schwäbich-japanischen Liebeshochzeit. Doch schon kurz danach war von Liebe keine Spur mehr. Die geschäftsführenden Gesellschafter wurden herausgedrängt, die zugesagte Eigenständigkeit blieb ein Lippenbekenntnis. Bischof hatte, wie man aus Insiderkreisen hört, hier viel Porzellan zerschlagen. Somit ist Bischofs Nachrede keine Gute: „Man muss sich eher wundern, dass einem so selbstsicheren Johannes Bischof die Fähigkeit zur Konsensbildung eigentlich fehlte, die in einem japanischen Konzern auch heute noch zwingend notwendig ist“, schlägt etwa Martin Fryba, Chefredakteur der WEKA Fachmedien, in einem Kommentar nach. Und ist voll des Lobes für den neuen CEO Hartmann: „Im Gegensatz zu seinem Vorgänger bringt dieser Manager das Format mit, Teams zu integrieren, zuzuhören, erklären zu können und sich nicht selbst bei jeder Gelegenheit in den Vordergrund spielen zu müssen.“
Diese Eigenschaften wird er auch brauchen müssen, denn tatsächlich ist, wie für alle anderen Marktbegleiter auch, das wirtschaftliche Umfeld der vergangenen Jahre für Konica Minolta schwierig. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres von Konica Minolta (bis 31. März 2020) fiel der weltweite Umsatz um rund vier Prozent auf 497 Milliarden Yen (rund 4,1 Milliarden Euro). Gleichzeitig stürzte die operative Gewinnmarge von 6,7 auf knapp 1,1 Prozent ab. Die Digitalisierung und das damit verbundene rückläufige Druckvolumen macht dem Unternehmen zu schaffen…
Der neue Konica Minolta-Chef und langjährige Fujitsu-Manager will jedenfalls „die in der Vergangenheit begonnene strategische Ausrichtung von Konica Minolta als Services Provider weiter ausbauen und die digitale Transformation des Unternehmens deutlich intensivieren“, betont der neue Geschäftsführer.

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