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Apenberg-Prognose: Die Angst der Kleinen vor der Zukunft

Die Marktkonsolidierung in der Druckindustrie zeigt Wirkung. So spiegeln die Ergebnisse der Herbstprognose einen angespannten Druck- und Verlags-Markt wider.

Kleine Unternehmen blicken besonders negativ in die Zukunft, während die Zufriedenheit der großen Druckereien steigt. Preisveränderungen bei Lieferanten – etwa bei Papier – werden hingegen weniger dramatisch bewerte, als in den Vorjahren. Analog zu den Ergebnissen in den Vorjahren ergab die 17. Print Business Herbstprognose eine zurückhaltende bis negative Erwartung der Marktentwicklung für 2020.
Hinsichtlich der Branchenaufteilung gab es bei den 186 Teilnehmer-Unternehmen traditionell die größte Resonanz von der „klassischen“ Druckindustrie, gefolgt von der Zulieferindustrie, Verlagen und Mediendienstleistern. Dabei war es erstmals möglich, die Unternehmensgröße mit in die Bewertung einzubeziehen.

„Dadurch zeigt sich die fortschreitende Konsolidierung und Industrialisierung der Branche ganz deutlich", analysiert Branchenkenner Michael Apenberg die Ergebnisse. Denn 63 Prozent aller kleinen Unternehmen rechnen für 2020 zwar mit einem stabilen Personalstand, dafür aber mit erheblich weniger Investitionen und schlechteren Ergebnissen. Demgegenüber rechnet die Mehrzahl mittelgroßer und großer Unternehmen zwar mit Personalabbau, dafür aber mit steigenden Investitionen und einem Ausbau der Wertschöpfungskette. Auch bei der Ergebnis- und Marktentwicklung sind große und mittelgroße Unternehmen deutlich optimistischer.

Druckindustrie:
Mit 63 Prozent stellen die Akzidenzdrucker mit die Mehrheit untern den Teilnehmern dar und repräsentieren die allgemein pessimistische Erwartung der Druckbranche hinsichtlich der Marktentwicklung in 2020. Dabei haben Digitaldrucker aufgrund ihrer extrem negativen Einschätzung der zukünftigen Lieferanten- und Abnehmerpreise die geringsten Erwartungen an das Jahr 2020. Demgegenüber sehen Etikettendrucker am gelassensten in die Zukunft und erwarten eine gleichbleibende bis verbesserte Marktentwicklung.

Grafische Zulieferer:
Auch die Zulieferindustrie geht mehrheitlich von einer rückläufigen Marktentwicklung aus, rechnet aber gleichzeitig mit steigendem Personalbedarf. Die Ergebnisentwicklung bewertet jeweils ein Drittel der befragten Unternehmen als negativ, gleichbleibend und steigend.

Verlage:
In der Verlagsbranche hält sich die pessimistische Markteinschätzung. Während 67 Prozent der befragten Unternehmen von einem weiteren Anstieg der Lieferantenpreise ausgehen, geht nur ein Drittel davon aus, dass diese an den Kunden weitergeben werden können.

Mediendienstleister:
Im Segment der Mediendienstleister ist die Erwartung eines bevorstehenden Personalabbaus am weitesten verbreitet. Dabei geht die Hälfte der befragten Unternehmen von einer positiven Marktentwicklung und stabilen Lieferanten- und Abnehmerpreisen aus.

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