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Vollbremsung bei Heidelberg: Zurück zum Kerngeschäft Druck 2.000 Mitarbeiter müssen gehen

Unprofitable Geschäftsbereiche werden geschlossen, die Produktion der Primefire-Digitaldrucksysteme und des Großformat-Offsetdrucks wird eingestellt, zur Erhaltung der Liquidität wird die Pensionskasse ausgeräumt.

Inmitten der Corona-Krise hat die Heidelberger Druckmaschinen AG am 17. März das angekündigte umfassende Maßnahmenpaket beschlossen. Durch Konzentration auf das rentable Kerngeschäft und konsequente Anpassung der Kostenbasis soll eine Erlös-Verbesserung von 100 Mio. Euro realisiert werden.
Von einzelnen Produkten, die deutlich zu wenig Ertragskraft generieren und mit einem jährlichen Verlust von in Summe rund 50 Mio. Euro die Profitabilität des Unternehmens erheblich belasten, wird sich Heidelberg trennen. So hat sich im Bereich des Digitaldrucks der Markt für das Produkt Primefire 106 aufgrund des schwierigen Branchen- und Marktumfeldes deutlich langsamer entwickelt als angenommen. Auch im Bereich Bogenoffsetdruck bleibt der Produktbereich „Großformat“ deutlich hinter dem angestrebten Umsatz zurück, da sich die Marktstruktur für dieses Teilsegment grundlegend verändert hat. Um die Gesamtprofitabilität schnellstmöglich zu verbessern, wird die Produktion in beiden Bereichen bis spätestens Ende 2020 eingestellt.

Zukünftig will sich Heideberg also nur mehr auf die profitablen Bereiche des Unternehmens, in denen Heidelberg eine weltweit führende Marktstellung einnimmt konzentrieren – also den klassischen Offsetdruck. Ein Markt, der nach Schätzung von Experten - so Heidelberg - in den kommenden Jahren leicht wächst und mit einem langfristig stabilen Druckproduktionsvolumen von über 400 Mrd. Euro jährlich eine starke Basis für Heidelbergs Produkte und Lösungen bieten soll.
Heidelberg will dazu seine integrierten Lösungsangebot und die neuen digitalen Ge-schäftsmodellen wie Subskription weiter ausbauen. Der Schwerpunkt der künftigen Investitionen bei Heidelberg liegt auf der konsequenten „End-to-end“-Digitalisierung der Kundenwertschöpfung, also vor allem integrierte Systemlösungen für Maschinen, Software, Verbrauchsgüter und Performance-Services. Vision ist es, eine branchenübergreifende Plattform zu schaffen, auf der sämtliche Kunden-Lieferantenbeziehungen automatisiert abgewickelt werden können. Mit dieser Lösung können Druckereien ihre Produktivität nochmals deutlich verbessern.
Von den geplanten Maßnahmen werden laut Heidelberg insgesamt bis zu 2.000 Stellen weltweit betroffen sein, was auch Betriebsschließungen beinhalten kann.
Finanziert werden soll das alles durch die teilweise Rückführung von Liquiditäts-reserven in Höhe von rund 375 Mio. Euro aus dem Treuhandvermögen des im Jahr 2005 gegründeten Heidelberg Pension-Trust e.V. Damit soll auch die vorzeitige Rückführung einer Hochzinsanleihe mit einem Volumen von 150 Mio. Euro finanziert werden. .
Laut Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg, würden sich Restruktureierungsmaßnahmen auch schon auf das am 31. März endende Geschäfstjahr 2019/2020 verstärkt negativ auswirken. So werde wegen der Einmalaufwendungen für das Maßnahmenpaket sowie das sich aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie zunehmend verschlechternde wirtschaftliche Umfeld der Umsatz im Gesamtjahr jetzt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres von rund 2,490 Mrd. Euro liegen. Auch das Gesamtergebnis wird nagativ ausfallen. Da ein Großteil der Neuausrichtung im Geschäftsjahr 2020/2021 passieren wird, werde sich auch 2020/2021 ein negatives Nachsteuerergebnis einstellen. Substanzielle positive Effekte der Neuausrichtung werden dann ab dem Geschäftsjahr 2021/2022 erwartet.
(18.3, RKM)

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